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Bio-Hotel ohne Seele in Südtirol

Wenn man den Brenner hinter sich hat geht es auf einer schmalen Strasse von Barbino (unten) nach Barbino (oben). Es riecht nach Heu und Kuhmist und man hat einen atemberaubenden Blick auf den Schlern. Der Bio-Hof hat zwei Ziegenböcke und zwei den ganzen Tag rumliegende Hängebauchschweine. 

Bis auf ein paar Autos, die mal vorbei fahren, ist es hier mega ruhig. Der Pool ist eiskalt aber dafür mit einem Blick, der unbezahlbar ist. Alles in allem also eigentlich eine gute Voraussetzung für ein schönes Hotel. Es fehlt jedoch an der der „Seele des Hauses“. Das Personal versucht zwar alles, damit man sich wohl fühlt aber es fehlt der Hausherr (naja der ist schon da, aber macht seinen Job außerhalb der Küche semi gut) oder die Hausherrin. 

Das Essen spiegelt das wieder. Es ist alles lecke und laut Karte Bio aber es fehlt der „Pfiff“. 

Außerdem erwarte ich keine Frühlingsrolle im Menü sondern würde mich über eine Graupensuppe freuen. 

Die ganzen schönen Spezialitäten der Gegend werden nicht angeboten.

Der Koch bringt sehr gute Gerichte auf den Tisch, wie gestern Abend die Tonka-Bohnen-Häupchen aber ein Kaiserschmarren wäre sicher für die Gäste, die nach Südtirol fahren auch mal schön.

Man spürt ein bißchen in dem Hof scheint es nicht ganz so harmonisch wie man eigentlich erwartet, wenn die Kellner T-Shirts tragen mit dem Aufdruck „Der Weg zum mir“. 

Die Sauna ist sehr schön und es ist alles immer sauber und aufgeräumt.

Wir wandern heute mittag wieder auf die Messner-Alm, da serviert die 70-jährige Wirtin mit Kittelschürze den besten Pflaumenkuchen, den wir je gegessen haben und schwätzt mit jedem Gast, als würde sie ihn schon ewig kennen.